Tradition über ein halbes Jahrtausend

Spagat von der Landesverteidigung zum Sport

Die Festredner würdigten die lange Tradition der Königlich-privilegierten Schützengesellschaft 1519 Waldsassen: Sie sei einer der ältesten Vereine Bayerns und Deutschlands, betonte etwa Bezirksschützenmeister Harald Frischholz. 

Eine 1000-EuroSpende aus dem Sparkassenfonds dabei hatte Landrat Wolfgang Lippert. Er überreichte den Scheck an Schützenmeister Alfred Koch. Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde im Harmoniesaal des ehemaligen Abtschlosses von den „Bayerisch Böhmischen“, die mit ihrer Musik einen konzertanten Hochgenuss in den Raum zauberten.


Ritt durch die Geschichte
Zu Beginn des Festakts gab es einen „Ritt durch die Geschichte“ der Schützengesellschaft – vorgetragen von Stadtheimatpfleger Robert Treml. Er erinnerte unter anderem an Josef Glück, Max Born, Georg Stiegler sowie den unvergessenen Franz Brandl. Sie alle hätten das Schützenwesen in Waldsassen geprägt und Verantwortung in der Schützengesellschaft übernommen. Treml verwies darauf, dass es mehr als 60 Jahre lang mit der Zimmerstutzen-Schützengesellschaft einen zweiten Schützenverein in Waldsassen gegeben habe, ehe sich dieser 1960 auflöste und die Mitglieder geschlossen zur Königlich-privilegierten Schützengesellschaft gingen.

Bürgermeister Bernd Sommer verglich das Jubiläum der Schützen mit einer Fernsehserie mit mehreren Teilen: Jeder sei für sich sehr spannend, man freue sich immer wieder auf den nächsten. So sei es auch bei den Schützen, nach dem Motto „Fortsetzung folgt!“. Zum Jubiläum überreichte Sommer einen Scheck in Höhe von 500 Euro, „einen Euro für jedes Jahr“.

Ein gut gelaunter Landrat Wolfgang Lippert freute sich, bei diesem Festkommers im Harmoniesaal dabei zu sein dürfen. „Denn hier kommt nicht jeder rein.“ Dieses Jubiläum, so Lippert, sei ein herausragendes Ereignis für Waldsassen und die Region. Denn ein halbes Jahrtausend sich für die Pflege der Heimat, der Tradition und des Sports einzusetzen, dürfe auch gebührend gefeiert werden. Absolute Berechtigung Das Schützenwesen habe aber auch seine absolute Berechtigung, der Schießsport begeistere Alt und Jung, habe Charme und Anziehungskraft. Dass der Verein so lange schon bestehe, sei ein Verdienst herausragender Schützenmeister, die den Verein prägten. Lippert wünschte dem Verein weiterhin eine engagierte Nachwuchsarbeit, damit das Schützenwesen auch künftig eine tragende Säule bleibe.

Für Bezirksschützenmeister Harald Frischholz war es eine besondere Ehre, im Namen des Schützenbezirks Oberpfalz die Glückwünsche zu diesem Jubiläum überbringen. Dem Verein sei der Spagat von der Landesverteidigung zum heutigen Sportschießen gelungen. Frischholz überreichte zum Abschluss eine Erinnerungsmedaille des Bayerischen Sportschützenbundes, des Deutschen Schützenbundes und ein Banner des Schützenbezirks Oberpfalz.

Gauschützenmeister Manfred Zölch ging auf die jüngere Geschichte der Waldsassener Schützen ein, die vor allem von Franz Brandl geprägt gewesen sei. „Für mich war Franz Brandl der Schützenmeister schlechthin, eine ganz besondere Person.“ Die Begeisterung für die Tradition und den Schießsport habe Generationen überstanden. Die Schützen hätten damit einen großen Beitrag zum Sozialwesen beigetragen.

Im Namen der Patenvereine und Patenkinder sprach Birgit Wohlrab ein kurzes Grußwort. Sie überbrachte die Grüße der Schützengesellschaft „Andreas Hofer“ Fuchsmühl, des Schützenvereins Groschlattengrün und des Schützenvereins „Tell“ Hundsbach.

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